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Gleich 20 Tiere der seltenen
Meeressäuger schwammen den Mitarbeitern des Centre for Biodiversity and
Development der Ho Chi Minh City University of Technology (HCMUT) bei
einer Expedition vor das Boot. "Die Anzahl war größer als Schulen, die
in der Malampaya-Bucht auf den Philippinen oder anderswo im Mekong
gesichtet wurden", sagt Vu Long, einer der sechs Forscher. Mit "Schulen"
bezeichnen Biologen die Gruppen, in denen Delfine zusammenleben. Diese
Ansammlungen können sich an Stellen mit viel Nahrung zusammenschließen
und bis zu 1000 Tiere groß werden.
Die Delfine (Orcaella brevirostris), die
in Buchten, Flüssen und Flussmündungen leben, stehen auf der roten
Liste der gefährdeten Arten der Weltnaturschutzunion IUCN. Die
Umweltstiftung WWF (World Wide Fund For Nature) schätzte die Zahl dieser
Tiere im Mekong im August vergangenen Jahres auf nur 85 Exemplare.
Diesen Donnerstag wollen die
Wissenschaftler gemeinsam mit der IUCN einen Aktionsplan zum Schutz der
bedrohten Säugetiere verabschieden. Schon jetzt arbeiten sie mit den
Fischern in der Region zusammen, um die Größe der Delfin-Population im
Ba Lua Archipelago zu erfassen.
Daher wissen die Biologen, dass die
Delfine im Mekong überwiegend im Grenzgebiet zwischen Kambodscha und
Laos leben. Das Schutzgebiet wird von der staatlichen deutschen
Organisation für Entwicklungszusammenarbeit, der GIZ, gefördert.
Der Irawadi-Delfine mit seiner wulstigen
Stirn und kurzen Schnauze gehört wie die bekanntere Flipper-Variante
der Meeresdelfine zu den Walen. Er wird rund 2,80 Meter lang. Weitere
Schulen sind unter anderem auch in Küstenregionen und Deltas in Burma,
Indonesien, Papua-Neuguinea und Nordaustralien gesehen worden.
Delfine verheddern sich nach Angaben des
WWF oft in Fischernetzen und verenden dann. Bedrohlich sei für sie auch
die Wasserverschmutzung. Die Schadstoffe schwächten ihr Immunsystem und
beeinträchtigten ihre Fortpflanzung. Quelle: spiegel.de, Foto: WWF
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Bedrohte Delfine im Mekong-Delta entdeckt
Thursday, March 15, 2012
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